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Sein und Schein: Ein Abend auf der Kemptener Hütte – zwischen Oberstdorf und dem Heilbronner Höhenweg

Die frühen Abendstunden auf der Terrasse der Kemptener Hütte sind ein Schauspiel für sich. Wenn die Farben und Geräusche des Tages herabfallen. Wenn es langsam zu dämmern beginnt. Wenn der Spätsommer-Wind die letzten Wolkenfetzen durchs Tal herauf und über die Alm nach Österreich treibt. Wenn es nach Maggi-Kraut riecht. Wenn irgendwo ein Bach plätschert. Wenn mit der einbrechenden Dunkelheit die Kälte in den Körper kriecht. [mehr]


Hier beginnt Italien: Ein Besuch in der ersten Autobahnraststätte nach dem Brenner

Hier beginnt Italien. Hier, an dieser ersten Raststätte, wird die Jahrhunderte alte Italien-Sehnsucht der Deutschen endlich gestillt. Endlich der Brenner im Rückspiegel, endlich der tiefblaue Himmel, endlich das Licht des Südens, endlich die warme Luft, endlich das Schild Autogrill, endlich: der erste Espresso! All die Wünsche - hier finden sie ihre Erfüllung. Auf diesem Parkplatz setzen die Menschen ihre Sonnenbrillen auf, kramen ihre piepsenden Handys hervor, lesen die Begrüßungs-SMS von „TMT Italia“. [mehr]


Südwanddialoge: Drei Männer, die Suche nach dem Glück und eine Trekkingtour in Nepal

Alle drei wollten sie zum Berg der Berge. Zu dem Berg. Alle drei wollten sie zum Mount Everest, dem höchsten Berg der Welt. Doch für alle drei kam es anders. Alle drei fanden ihr Glück am Basislager des Annapurna vor einer 4000 Meter hohen Wand: ein Informatiker aus München, ein Lehrer aus Zürich, ein Reiseveranstalter aus Grenoble. Sie saßen auf einer Bank vor einer schichten kleinen Wellblech-Hütte, starrten hypnotisiert in die Felskanten, Schneewechten, Gletscherrisse... [mehr]


Wüstenassoziationen: Mit einer Dromedar-Karawane durch die Sahara Tunesiens

Heute Morgen ist die Zahnpasta gefroren. Das muss man sich mal vorstellen. Mitten in der Wüste, in der Sahara! Tagsüber hat es 25 Grad, die Sonne knallt auf die Dünen und nachts, da friert die Zahnpasta ein. Ist in der früh um sieben ein verdammter Eisklumpen. Verfroren sind um diese Zeit auch die Touristen, die wohlstandsverweichlichten Mitteleuropäer, die eine Nacht bei minus vier Grad im Schlafsack (Komfortbereich bis null Grad) hinter sich haben. [mehr]


Bademantel forever! Die Therme Längenfeld verkehrt den Trend und macht den Wellness-Bereich zum Hotel

Die Szene kennt man: Gäste eines Wellnesshotels huschen in Bademänteln durch den Flur, stehen beschämt im Aufzug und fragen schließlich völlig irritiert in der Lobby, tja, hm, äh, wo sie denn den Wellnessbereich fänden. Und irgendwie klingt es, als wollten sie sich dafür entschuldigen, in ihrem Affenkostüm einen Schwarz-Weiß-Ball zu belustigen.
Im „Bademantelgang“ wäre das nicht passiert. [mehr]


Alles auf rot: Wenn Vietnam Tet feiert herrscht dort das Chaos. Yo!

Es beginnt mit dem schlichten Wunsch, einen Traveller-Scheck einzulösen. Die Geschichte, die dieses kleine rote Papierbriefchen erzählt, beginnt damit. Es könnte auch mit der Zeichnung beginnen, die auf das Briefchen gedruckt ist: Ein alter Mann, Glatze, weißer Bart, reitet auf einem Hirsch, drei Kinder springen um ihn herum, halten seltsame Gegenstände in den Händen, im Hintergrund fliegen einige Vögel der Sonne entgegen. Tut es aber nicht. [mehr]


Im zerstörten Paradies: Die Flut zerstörte Ko Phi Phi - die Thais lächeln und bauen die Insel wieder auf

Vom Paradies ist nichts übrig geblieben. Keine Palmen. Keine Bungalows. Kein Strand. Ko Phi Phi, die Insel, die bekannt wurde durch den Film "The Beach", hat die Welle am 26. Dezember 2004 komplett zerstört. Dabei hätte die Welle hier eigentlich keinen großen Schaden mehr anrichten dürfen. Ko Phi Phi liegt sehr weit im Süden und, vom Epizentrum des Seebebens aus gesehen, im Schutz der Insel Phuket. Aber irgendwie hat der Tsunami seinen Weg nach Ko Phi Phi gefunden. [mehr]


Sprachlos nach Laos: Am Ende der Welt, am Ende der verbalen Verständigung. Und mit einem OhneWörterBuch

Da saßen sie nun. Zwei Reisende am Ende. Am Ende der Welt, am Ende der verbalen Verständigung. Genau da wo sie heute nicht hin wollten und genau da wo es hingehört: es, das OhneWörterBuch. Sie schlugen Seite zehn auf. Dort sind abgebildet: eine große und eine kleine Kaffeetasse, Zucker, ein Milchkännchen, ein Wasserglas, eine Wasserflasche, ein Glas Cola. Er deutete darauf und zeigte zwei Finger. Die laotische Bedienung blickte skeptisch auf das Buch. [mehr]


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